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Samstag 31.12.2005 Durch den strömenden Regen bis Carmel by the Sea
Unser schönes Hotel, es ist zum weinen, denn als wir heute Morgen wach
werden regnet es wie verrückt und es kommt ein Sturm auf. Wir wohnen
auf der einen Seite und das Frühstück gibt es auf der anderen Seite des
Hotels und zu Fuß ist das nur im Friesenpelz möglich. Ich hole halt das
Auto an den Überdachten Eingang und wir fahren bis zum
Frühstücksrestaurant. Dort erhalten wir aber ein überraschend gutes
Frühstück in Buffetform. Nun sitzen wir hier direkt oberhalb des
Strandes über den Klippen und können vor lauter Regen den Pazifik f
ast nicht einmal sehen.
Schade, aber da kann man nichts machen und so sehen wir zumindest
einen schönen Regenbogen der uns über viele Meilen begleitet.
Größere Kartenansicht Wir fahren wir dann über die 101 weiter bis nach Monterey und von dort aus nach Carmel by the Sea.
Unterwegs halte ich an einem großen Supermarkt an und kaufe kleine
Weintrauben denn Willy denkt an (fast) alles. Bei uns in Spanien sind
Weintrauben das Symbol für das Glück (ha, ha, ha, andere haben dafür
ein Schwein) und Sylvester (en noche vieja = in der alten Nacht) wird um
Punkt zwölf, zu jedem der 12 Glockenschläge eine Weintraube gegessen.
Wer beim letzten Glockenschlag keine Traube mehr in der Hand hat,
darf sich etwas wünschen so die Tradition. Ich habe die kleinen roten
amerikanischen gekauft, denn die haben a. keine Kerne und sind b.
sehr lecker und c. bei der Größe ganz einfach zu essen.
Als wir in Carmel ankommen reißt der Himmel auf und im Nu ist er
strahlendblau, die Sonne scheint und es ist so gegen 13:ooUhr. Wir laufen
ein wenig durch diesen idyllischen kleinen Ort und gehen zum Mittagessen
ins Eastwood House und im Restaurant von Carmels ehemaligem
Bürgermeister Clint Eastwood, dem „Hogs Breath Inn“ in der San Carlos
Street, zwischen Fifth und Sixth Avenue, esse ich einen Dirty Harry
Burger, hmmm lecker (nix Wabbel-Weißbrot sondern mit frischem
Chiabattabrot).
Um 15:00Uhr hat jeder von uns dreien 12 Weintrauben in der Hand und
wir feiern, nachdem wir unsere Trauben pünktlich gegessen haben, zum
ersten Mal das Neue Jahr, denn bei uns zu hause ist es jetzt gerade
Mitternacht.
Nun stehe ich hier und zwischen mir und dem Golfplatz gibt es nur noch
die Klippen. Ich überlege kurz und wir klettern einfach hoch und stehen
auf Pebble Beach! Mein Gott, was für ein Platz, was für ein grün,
entweder die haben hier anderen Dünger oder die mischen Farbe da mit
hinein, so ein saftiges grün sieht man nur ganz selten.
Meine Tochter nimmt ihre Fotokamera, ich filme mit der Videokamera.
Das glaubt ja sonst keiner wenn ich nach hause komme, das glaube ich ja
selber nicht einmal, dabei stehe ich jetzt hier auf diesem Super-Golfplatz
und das war nicht einmal geplant …
Ich stelle mich auf’s Green am Loch 17 und nehme die Fahne aus dem
Loch und nicht nur meine Hände haben gezittert. Meine Tochter hat’s
fotografiert und ich habe für immer eine wunderschöne Erinnerung.
Wir haben noch die alte Carmel-Mission besucht und in der Kapelle
haben wir eine Kerze angezündet.
Aus diesem Grunde wollte ich für Monterey etwas Besonderes an Hotel
haben und deshalb habe ich das Hyatt gebucht und das wiederum liegt direkt am
„Del Monte Golf Course“ und wieder haben wir Glück ohne Aufpreis
erhalten wir ein Zimmer direkt mit Blick auf den Golfplatz aufs Green von
Loch Nr. 15
Hier feiern wir nach einem guten Abendessen auch unser amerikanisches Neujahr, selbstverständlich wieder mit 12 Weintrauben für jeden und selbstverständlich haben wir uns wieder etwas gewünscht…………….. |