Alejandros Taufe
21.06.2008
.......Meine Taufe.......
Auf meine erste große Reise ging ich zusammen mit meiner Mama und es ging mit Air Berlin von Alicante aus nach Düsseldorf. Dort auf
dem Flughafen lernte ich dann auch endlich meine deutsche Oma kennen. Sie holte uns vom Flughafen ab und schloss mich dort zum allerersten Mal in ihre Arme....... ein herrliches Gefühl für uns
beide!
Im Heimatort meiner Mama sollte dann am 21.6.2008 ein großes Fest stattfinden denn damit ich alle meine deutschen Verwandten kennen lernen konnte haben meine Eltern beschlossen das ich in Deutschland
getauft werde.
Alle meine deutschen Tanten, Onkel, Großtanten, Großonkel, Cousins, Cousinen, Vetter und
vor allem meinen Uropa Hans und die Uroma Marianne habe ich endlich kennen gelernt. Leider wurde meine Oma Encarna kurz vor der Taufe noch krank und konnte nicht dabei aber mein Opa Willy, Tante
Laura und sogar ein großer Teil meiner spanischen Familie war aus Spanien angereist um mit mir mein erstes großes Fest zu feiern. Nun geht es meiner Oma Encarna Gott sei Dank schon wieder besser und
sie hat mir versprochen mich so bald es geht zu besuchen. Ich werde mich besonders schick machen wenn sie kommt und mir einige von ihren Handgemachten Jäckchen anziehen damit sie nicht nur auf den
Bildern sieht, wie gut mir das alles steht.
Ein Großteil meiner spanischen Familie flog aus Alicante ein und bezog ihr Hotel in Aachen und damit sie auch etwas von meiner deutschen Heimat kennenlernen, hatte meine Mama für den nächsten Tag
eine spanisch sprechende Reiseleiterin bestellt und die hat mit uns eine Stadtführung durch Aachen unternommen. Selbst mein Opa Willy (und der ist in Aachen geboren) war erstaunt wieviel sie zu
erzählen wusste und so hat er auch wieder etwas Neues über seine Geburtsstadt lernen können.

Die Schatzkammer des Aachener Doms haben wir auch besucht und das Aachen seinen begehrten Karlspreis schon an einige berühmte und
verdiente Spanier, wie z. B. unserem König Juan Carlos, Felipe González und Javier Solana vergeben hat und das in Aachen immer wieder gerne mit einem großen spanischen Straßenfest gefeiert wurde,
macht mich (und vor allem meinen Opa Willy) besonders stolz. Auch Konrad Adenauer, Helmut Kohl, Bill Clinton, Papst Johannes Paul II und vielen anderen die sich für Europa einsetzten, wurde diese
höchste Aachener Auszeichnung verliehen.
Dann war es endlich soweit, am Nachmittag fand dann meine Taufe statt. Dies geschah in der Würselener Kirche San Sebastian durch den
sympathischen und liebenswert lustigen Kaplan Tran Huu Duc. Er hat seine Sache wirklich großartig gemacht und so mancher trocken, sturer "Gottesdiener" könnte / sollte / müsste sich an seiner
liebenswerten, offenen und menschlichen Art eine ganz dicke Scheibe abschneiden.

Meine deutsche Oma hat die Taufkerze meiner Mama aufgehoben und dann ganz liebevoll, mit kleinen Muscheln meinem Namen darauf geschrieben. Meine Patentante Petra und mein Patenonkel Jorge
haben dann hier meine Taufkerze angezündet
Am Abend ging es ins Hotel Restaurant Alte Mühle, einem idyllisch gelegenen Restaurant in Würselen / Bardenberg, mitten im Naturschutzgebiet Wurmtal liegt die "Alte Mühle", deren Geschichte sich bis
in das Jahr 1568 zurück verfolgen lässt, mit exzellenter Küche, sehr freundlichem und aufmerksamen Personal.
Obwohl diesem Restaurant erst vor kurzem der Gourmetpreis für gutbürgerliche Küche verliehen wurde, hatte man nie das Gefühl, dass man
sich dort auf seinen Lorbeeren ausruht. Es ist, bei der guten Qualität und dem exzellenten Service nur schwer vorstellbar, wie hoch dort das Preis / Leistungsverhältnis ist. So gibt es dort zum
Beispiel von Montags bis Freitags ein Mittagsmenue (Vorsuppe, Hauptgericht, Salat und Dessert) für den unglaublichen Preis von 5,49 Euro! Da sind selbst meinem Opa Willy (dem "alten" Katalanen) die
Schnürsenkel aus den Schuhen geflogen.
Hier auf der Website "Alte Mühle" kann man sich das einmal
ansehen.
links: Mein Uropa Hans und die Uroma Marianne rechts: ich bin schon wieder müde.
Es war ein rundherum ein gelungenes Fest und am schönsten war es zu sehen wie sich meine spanische und meine deutsche Familie (trotz
der Sprachbarriere) verstanden hat. Wie sagte doch der schwarze Taxifahrer Ken (der nur englisch sprach) und den mein Opa Willy auf einer seiner Reisen kennen lernte:
"Wenn wir uns nicht mit Worten verstehen, dann verstehen wir uns mit unseren Herzen......."
Ken, wo immer du jetzt auch bist, du hattest Recht und mein Opa hat oft an dich gedacht!
Meine spanische Familie hat dann am Sonntag noch einen Ausflug nach Köln unternommen und
dort eine Stadtbesichtigung gemacht. Eine einstündige Schifffahrt auf dem Rhein rundete den Kölnbesuch ab und vor der Rückfahrt wurden noch drei Torten gekauft die dann auf der letzten Etappe dieser
"Deutschlandreise" zum Einsatz kommen sollten.
Da der Rückflug nach Spanien erst am späten Abend ab Flughafen Aachen / Maastricht war, stand noch eine Besichtigung der Maastrichter Altstadt auf dem Programm.
Dort stieß ich mit meiner Mama und meiner Deutschen Oma wieder zur Gruppe und wir erlebten den Abschluss der Reise gemeinsam. Die
spanischen Improvisationen sind einfach der Hammer… Am Ufer der Maas wurde dann auf der Ufermauer ein Kuchenbuffet aufgebaut, Kaffe und die anderen Getränke wurden in einer gegenüber gelegenen
Bar besorgt und als wir dort ankamen wurde von der ganzen Gruppe erst einmal das Lied "Happy Birthday tu you… / Cumpleaños feliz…“ angestimmt und mit dieser Überraschung hatte meine
Mama, die heute ihren 33. Geburtstag feierte nun nie und nimmer gerechnet. Sie hat sich sehr über das spanische Organisationstalent gefreut und nicht einmal der einsetzende starke Regen konnte uns
diesen gelungenen Reiseabschluss vermiesen.
Der Rückflug fand dann zur gleichen Zeit statt als unsere spanische Nationalmannschaft das Viertelfinalspiel der Europameisterschaft
gegen unseren Angstgegner Italien begann. Mein Opa Willy war allerdings davon überzeugt, dass Spanien diesmal gewinnt und dann auch bis zum Endspiel kommt und dort einen weiteren Angstgegner
bezwingen würde... nämlich "seine" deutsche Nationalmannschaft uns somit Europameister würde. Mein Opa sagt: In diesem Jahr die Spanier einfach die Besten und nun sind sie einfach mal dran! und er
hat zum allerersten Mal (wenn Spanien gegen Deutschland spielt) zur spanischen Nationalmannschaft gehalten!
Herzlichen Glückwunsch ihr spanischen Fussballspieler und vielen Dank dafür, dass ihr nur ein Tor geschossen und nicht alle Torchancen verwertet habt, denn so war es für meine deutsche Familie nicht
ganz so schlimm…
Hier noch einige Bilder… von mir und vom deutschen Familienfest
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