Rückblick auf unsere Reise aus dem Jahre 1997
Dienstag 08.04.1997 Von Los Angeles nach New Orleans
Obwohl ich kein einziges Instrument spielen und keine Note lesen kann, ist Musik in meinem Leben
immer schon sehr wichtig gewesen und das Sammeln guter Musikstücke, ob nun auf Schellackplatten,
Vinylplatten, Tonbändern, Kassetten, CD’s oder heute auf Festplatte im PC ist mein größtes Hobby.
Einige meiner Lieblings Oldies wie Blueberry Hill, I'm Walking to New Orleans und Blue Monday
oder der unvergessene Song aus der ARAL-Werbung, I’m Walking wurden von dem
Rhythm-and-Blues-Musiker Fats Domino gesungen und der wurde 1928 in New Orleans geboren.
Das Musik-Aushängeschild dieser Stadt ist für mich allerdings Louis Daniel „Satchmo“ Armstrong
der, meiner Meinung nach, eines der schönsten Lieder überhaupt geschrieben hat. Es war übrigens
das letzte von ihm selbst komponierte Lied und trägt den Titel „We have all the Time in the World“.
Jazz Musik war nie meine Lieblingsmusik aber immer wieder habe ich gesehen, mit welcher Hingabe
die Jazzmusiker ihre Musik „rüberbrachten“ und weil ich wusste, dass die Wiege dieser Musik in
New Orleans steht, wollte ich unbedingt dahin.
Viel hatte ich von dieser Stadt gehört und geschwärmt haben die jenigen, die mir von einer Mischung
aus afrikanischem, karibischem und mediterran-europäischen Feeling, der Mississippi-Romantik und
den Schaufelraddampfern erzählten.
Ich hatte dieses Highlight extra an den Schluss unserer Reise gesetzt.
Der Besuch des French Quarter und der weltberühmten Burbon Street und eine
Schaufelraddampferfahrt auf dem Mississippi sollten der krönende Abschluss unserer ersten großen
America-Rund-Reise sein.
Am Morgen des 8.4.1997 bringt uns unser Hotelshuttlebus zum Airport Los Angeles international
und von dort aus geht es dann los zu unserem letzten Etappenziel New Orleans.
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Beim Anflug auf New Orleans traue ich meinen Augen nicht, denn es sieht aus der Luft so aus, als
hätte es dort tagelang fürchterlich geregnet. Außerhalb der Stadt steht alles unter Wasser
(ich wusste ja damals noch nicht, dass es dort riesige Sumpfgebiete gibt und das es mit dem Wasser
ganz normal ist) der Mississippi sah von oben aus der Vogelperspektive schlimm aus. Von der Farbe
her, war das kein Wasser was da floss, sondern eine lehmige Brühe.
Man hatte mich davor gewarnt, ein Hotel außerhalb der Stadt zu buchen um die Kosten niedrig zu
halten. Die Hotels, so sagte man mir seien in der Innenstadt zwar teurer und das tägliche Pendeln vom
Hotel zur Stadt sei auch nicht gerade billig und so haben wir dann das Hotel Sheraton in der Canal
Street gebucht und waren so schon einmal in der Nähe des French Quarters.
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Das Hotel ist nicht gerade klein, die Rezepcion und der Eingangsbereich sowie Bar und Lobby sind
sehr schön gestaltet, aber bei näherem Hinsehen, besonders nachher im Zimmer, kann man von
Sauberkeit nicht gerade reden. Da wir 3 Tage in New Orleans bleiben gehe ich an die Recepcion und
gebe Bescheid und dort ist man sehr unfreundlich.
Es ist doch schon spät und wir gehen in die Stadt und wollen noch etwas essen. Also, ich weis nicht,
irgendwie kommt mir das hier alles so ein wenig schmuddelig vor und besonders wohl fühle ich mich
hier nicht. Wir finden ein kleines, sauberes Restaurant in dem die Besitzerin gleichzeitig die einzige
Kellnerin ist, so dauert alles etwas länger aber sie ist sehr freundlich und das Essen ist sehr gut.
Nach einem kleinen Spaziergang und ein wenig Suche nach einem typischen Jazz-Lokal (für morgen)
sind wir wieder schnell am Hotel und gehen, nach einem anstrengenden Tag, müde zu Bett.
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