Karibik-Kreuzfahrt auf der AIDA Perla

Meine Bewertung

Botton

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AIDA-Perla in Bonaire Die AIDA Perla im Hafen von Bonaire

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Meine persönliche Bewertung unserer Kreuzfahrt und einige Anekdoten

Hier möchte ich meine persönlichen Eindrücke unserer 14 Tage Karibik-Kreuzfahrt auf der AIDA Perla beschreiben. Ich trage in der Regel mein Herz auf der Zunge und will mir deshalb etwas mehr Zeit lassen mit der Beschreibung dessen, was mir sehr gut und was mir überhaupt nicht gefallen hat.

Soviel schon einmal vorweg, die AIDA-Perla war der Oberhammer und an ihr gibt es für mich nichts auszusetzen. Der Besatzung, die zum größten Teil von den Philippinen war, kann ich nur die größten Komplimente machen und mich für den vorzüglichen Service und die sehr gute und vor allem freundliche, ja schon liebenswert-herzliche "Behandlung" nur auf das allerherzlichste bedanken!

Leider kann ich das von einigen der, in weiß gekleideten deutschen Besatzung nicht sagen, denn dafür habe ich einfach zu viel Unangenehmes erlebt...


Ich hasse hochnäsige Arroganz!

(und Menschen die sich für etwas besseres halten)

Ich sollte vorwegschicken, dass ich selbst über 40 Jahre lang deutschsprachige Gäste an der Costa Brava betreut habe. Deshalb sehe ich die Dinge auch meistens etwas anders als "Otto-Normal-Tourist".

Wie schon beschrieben, habe ich erst sehr kurzfristig gebucht, um meine Frau mit dieser Kreuzfahrt zur Silberhochzeit zu überraschen. Damit gar nicht erst die Gefahr besteht, dass meine Frau etwas von der Überraschung erfährt, habe ich auch nicht bei einem ortsansässigen Reisebüro gebucht, sondern mich direkt bei AIDA gemeldet und wurde auch prompt zurückgerufen.

Der AIDA-Mitarbeiterin, bei der ich eigentlich buchen wollte, habe ich von meiner Überraschung zur Silberhochzeit erzählt und sie antwortete mit darauf, dass ihr das viele Leute erzählen, weil sie sich dadurch Vergünstigungen erhoffen. Ich dachte erst mich tritt ein Pferd und war sprachlos. Normalerweise wäre das für mich Grund genug gewesen, hier nicht zu buchen und habe ihr dann gesagt, dass ich mir das mit der Buchung noch einmal überlegen werde.

Es kommt sehr selten vor, dass mir die Worte fehlen, aber das war jetzt so ein Moment. Das Problem war nur, jetzt auf die Schnelle eine andere Tour für die Überraschung zu planen. Inselhopping in der Karibik erschien mir zu kompliziert und da müssten wir auch zu oft die Koffer packen und das mögen wir beide nicht. Da die Zeit drängte, habe ich dann die unverschämte Bemerkung der Mitarbeiterin ignoriert und mich nochmal bei AIDA gemeldet.

Diesmal wurde ich von einem ihrer Kollegen zurückgerufen. Ich hatte noch einige spezielle Fragen. Da meine Frau Diabetikerin ist und täglich Insulin braucht, war eine meiner wichtigsten Fragen, wo wir denn unser Insulin kühl lagern könnten. Das könnten wir im Schiffshospital und das läge auch auf Deck 8, ganz in der Nähe unserer Kabine. Na das ist doch mal eine erfreuliche Auskunft, habe ich noch so gedacht...
Bei anderen Fragen hatte ich bei ihm irgendwie den Eindruck, dass er mir immer das sagte, was ich hören wollte und er es mit der Wahrheit nicht so genau nahm.
Hauptsache verkaufen war hier wohl die Devise und das mit wenig Aufwand. Nun denn, ich habe nur das gebucht, was ich wollte und alles weitere würden wir dann an Bord entscheiden.

Karibik-Traumstrand-Karnagio-Antigua


Boarding verlief einwandfrei!

Da wir ab Barcelona flogen und so die Anreise in Eigenregie durchgeführt haben, waren wir wie bei der Buchung besprochen, um 14:00 Uhr am Check-In, denn ab diesem Zeitpunkt sollten die Kabinen bezugsfertig sein. Beim Boarding in La Romana wurden wir sehr freundlich empfangen und alles verlief schnell und einfach. Wir erhielten unsere Bordausweise und begaben uns, mit unserem Handgepäck, aufs Schiff. Unsere beiden großen Koffer gaben wir ab und sie wurden am späten Nachmittag an die Kabine gebracht.

Auf dem Schiff erfuhren wir dann, dass die Kabinen erst gegen 17:00 Uhr fertig sein würden und das wäre auch die Regel. Das ist jetzt keine Katastrophe, aber es sind drei Stunden Wartezeit, die wir uns hätten ersparen können, wenn man mir bei der Buchung keinen Unsinn erzählt hätte.

Drei Stunden unseres kostbaren Urlaubs, die wir besser am Pool unseres Hotels hätten liegen können. Das ärgert mich einfach und was mich noch mehr ärgert, dass man uns das an Bord sehr unfreundlich, arrogant und so von oben herab sagte. Da könnte ich wild werden! Sind wir denn wirklich nur die dummen "Kunden" die, wenn sie einmal bezahlt haben, alles über sich ergehen lassen müssen?
Das war ja mal ne tolle erste Begrüßung an Bord. Willkommen zu Hause!

Das wäre bei AIDA immer so und auch allgemein bekannt! Na Bravo, denn ich habe da vom AIDA Mitarbeiter bei der Buchung eine andere Info erhalten... Ein einfaches, "oh da hat der Kollege sicherlich etwas missverstanden, Entschuldigung, das tut mir jetzt leid aber machen sie doch solange... dies oder das und lassen sie doch ihr Handgepäck ...hier oder dort" wäre hier doch eine viel bessere Begrüssung an Bord gewesen...

Mein Favorit, auf Antigua Ruhig Blut Willy habe ich nur gedacht und mir einfach vorgestellt, dass mich auch angenehme Dinge erwarten werden...

Da wir nicht mit unseren kleinen Handgepäck-Koffern durch das Schiff laufen wollten, blieb uns nichts anderes übrig, als uns einen Sitzplatz zu suchen und zu warten. Warten ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung... In meiner abschließenden Mail an AIDA hatte ich dazu den Vorschlag gemacht, eine Raum (z.B. die Diskothek) als Handgepäck Abstellraum zu nutzen. Dazu würde ein Mitarbeiter reichen und der könnte notfalls auch jedem Gast eine Handgepäck Nummer aushändigen. So wüsste man sein Gepäck in sicheren Händen und könnte sich frei auf dem Schiff bewegen.
(Auf meine Mail habe ich nicht mal eine Antwort erhalten, allerdings will ich hier, wegen der, gleich nach unserem Aufenthalt beginnenden, weltweiten, katastrophalen Covid-Virus Zu- und Umstände, mal nicht so kleinlich sein...)

Das wäre zudem auch kundenfreundlich und würde das ärgerliche Warten vor dem ersten Kabinengang mit dem Angenehmen verbinden. Wegen der Insulinaufbewahrung habe ich mich schon einmal nach dem Bordhospital umgesehen und musste feststellen, dass es nicht wie bei der Buchung angegeben auf Deck 8 (in der Nähe unserer Kabine), sondern auf Deck 3 lag. Wieder eine Fehlinformation.

Cruise-Terminal-in-La-Romana

Kurz nach 17:00 Uhr konnten wir endlich auf unsere Kabine (8110) und da war ich doch positiv überrascht. Mit so viel Platz und Komfort hatte ich nun nicht gerechnet. Alles war pikobello sauber und ich war von Anfang an begeistert. Als ich dann auch noch feststellte, dass wir eine Minibar hatten (in der wir auch das Insulin frischhalten konnten) habe ich mich wieder gewundert, dass man bei AIDA jemanden in der Verkaufsabteilung hat, der nicht einmal das Schiff kennt dessen Kabinen er verkaufen soll und mich als Kunden mit Falschaussagen versorgt...

Karibik-Kreuzfahrt-valentinstag-in-kabine-8110


Das Essen an Bord

Wir haben nur die Buffet-Restaurants besucht und waren von Anfang an begeistert. Wir trinken zum Essen meist nur Wasser und wenns mal etwas Alkoholisches ist, dann nur trockenen Sekt. Der ist sowohl in den Gourmet-, a la Cart- als auch in den Buffet-Restaurants kostenpflichtig, aber wir mögen uns unser Essen lieber selber am Buffet aussuchen und lassen uns nicht gerne bedienen...

Das Angebot war in allen Restaurants groß und reichhaltig. Alles was ich gegessen habe war ausgezeichnet und ich kanns nur immer wieder sagen, da gibt es nichts zu kritisieren! Es gab einen Zwischenfall, der sich dann von alleine erledigt hat. Zum Frühstück habe ich mir mein eigenes Müsli zusammengestellt, etwas Obst dazu gegeben und anschließend Joghurt darüber gegeben.

Eines Morgens sah der Joghurt etwas seltsam aus und schien irgendwie geronnen. Ich habe dann einen Mitarbeiter gefragt, ob er noch anderes Joghurt hat und ihn gebeten, doch einmal nach dem angebotenen Joghurt zu sehen. Er sah es sich an, nahm die Schüssel, bat mich höflich um einen Moment Geduld und verschwand in einem mir nicht zugänglichen Bereich. Kurze Zeit später kam er mit einem Vorgesetzten und seiner Joghurt Schüssel wieder heraus. Sein Vorgesetzter (ganz in weiß ;-) ) fragte mich in einer ziemlich unhöflichen Art, wie ich denn dazu käme zu behaupten, dass Joghurt sei verdorben.

Von verdorben war bislang nicht die Rede, aber es sieht doch wie geronnen aus, sagte ich und nur das habe ich freundlich gemeldet. Wenn ihnen meine Frage nicht gefällt, dann dürfen sie mir das selbstverständlich sagen, aber bitte in einem freundlicheren Ton. Nun war er sauer und "befahl" einem Mitarbeiter, einen Tetrapack mit Joghurt zu holen. Der brachte dann einen, der schon gewölbt war und als der unfreundliche Vorgesetzte ihn in die Hand nahm, platze der Tetrapak und spritzte seinen weißen Anzug voll.

Nun befand sich der geronnene Joghurt auf seiner Kleidung und auf dem Boden. Ich habe ihn gefragt, ob er das denn als normal empfindet. Vielleicht sollten sie es doch einmal probieren, sagte ich und konnte mir das Lachen nicht verkneifen. Dann sagte ich mit Blick in sein verdutztes Gesicht und auf seinen bekleckerten Anzug: "Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, große dauern etwas länger. Ein "tut mir leid" oder gar das Zauberwort: "Entschuldigung" gehörte wohl nicht zu seinem Wortschatz...

AIDA-Perla-und-Club-Med

Ansonsten waren wir in den Buffet Restaurants immer sehr zufrieden und für das angebotene Essen und die riesengroße Auswahl gibt es von mir die Note "1+"!
Die Tapas-Bar möchte ich nicht bewerten, denn mit unseren heimischen (spanischen) Tapas war das nun wirklich nicht zu vergleichen.
Die Currywurst in der scharfen Ecke hat mir gut geschmeckt, aber fürs Wiederkommen hat es auch hier nicht gereicht.

Am Tag unserer Silberhochzeit waren wir tagsüber mit einer kleinen Gruppe bei einer Inselrundfahrt und für den Abend hatte ich einen Tisch im Markt-Restaurant bestellt. Das ist auch dort möglich, wenn man vorab schon eine Flasche Wein oder Sekt bestellt.

im-Markt-Restaurant-AIDA-Perla

Unser Supervisor vom Restaurant Service, Irish John Valmocena, hatte für uns einen vierer Tisch für zwei Personen hergerichtet, ihn mit einer weißen Tischdecke versehen und dieses dann mit Rosenblätter geschmückt. (weiß der Teufel wo er die herhatte) Wir haben uns darüber sehr gefreut und diese Abendessen einfach nur genossen!

im Markt Restaurant der AIDA Perla Einfache Tischdeko, aber mit ganz viel Herz!

Danke Irish!
Du warst wirklich der Beste von allen und für mich einer der "Vorzeige-Mitarbeiter" von AIDA!


Für den späten Abend hatte ich noch einen Tisch in der Spray Bar by Möet & Chandon reserviert. Das ist das Einzige, was ich außer der Reise direkt bei AIDA gebucht habe. Die Bestätigung der Reservierung mit Datum und Uhrzeit hatte ich ausgedruckt und natürlich dabei. Als wir in der Bar ankamen, habe ich mich beim Oberkellner gemeldet und der wusste von nichts. Der dann herbeigerufene, ganz in weiß gekleidete, Supervisor konnte auch keine Tischreservierung weder in seinen Unterlagen noch auf seinem Laptop finden und schlug mir dann tatsächlich vor, am nächsten Tag nochmal wiederzukommen und unseren Hochzeitstag einen Tag später zu feiern.

Ich habe ihn daraufhin gefragt, ob das denn wirklich sein Ernst sei und ihm gesagt, dass die russischen Gäste, mit ihren Kindern, im oberen Bereich der Bar wohl auch unsere Plätze in Anspruch genommen hätten... Obwohl ich die Reservierungsunterlagen vorweisen konnte, hat es die Mitarbeiter in der Spray Bar nicht gejuckt. Ein "Entschuldigen sie bitte" war auch hier nicht zu hören... SCHADE!
Das Betreten und der Aufenthalt in der Spray Bar ist Passagieren unter 18 Jahren übrigens nicht gestattet! Mit einem dicken Trinkgeld ist da aber eventuell doch etwas zu machen...


Alles in Allem war es dann doch eine wunderschöne Reise!


Wenn man von den wirklich unnötigen Vorfällen, der Überheblichkeit und Hochnäsigkeit einiger Mitarbeiter einmal absieht, war es alles in allem eine traumhaft schöne Kreuzfahrt.

Was mich sehr gestört hat, war dieser ewige Versuch, uns die Ausflüge "anzudrehen". Ich (weiß und) verstehe, dass hier viel Geld zu verdienen ist, aber diese Aufdringlichkeit hat mich dazu veranlasst, auch nicht einen einzigen Ausflug direkt bei AIDA zu buchen.

Die vielen von uns, vor dem Hafenausgang, frei gebuchten halbtägigen Ausflüge haben uns außerdem nicht einmal halb so viel gekostet wie die halbtägigen Ausflüge, die man uns an Bord verkaufen wollte. Der Fairness halber möchte ich hier allerdings erwähnen, dass bei unseren (stets kleinen) Gruppen, (maximal 8 Personen) kein Mitarbeiter mit AIDA-Fähnchen vorweg gegangen ist und die Kommentare unseres Chauffeurs immer in englischer Sprache waren.

Ausflugsbus auf Aruba


Meine guter Rat zu den Ausflügen:

Ich würde (auf dem freien Markt) nur halbtags Ausflüge buchen, bei denen die Rückankunft am Hafen für den Mittag oder den frühen Nachmittag vorgesehen ist. So kann man sich, im Falle eines Falles, selbst um die Rückfahrt zum Hafen kümmern. Ein Restrisiko ist immer dabei, aber das würde ich eingehen.

Einen Ganztags- oder Halbtags- Ausflug am Nachmittag würde ich, trotz des höheren Preises, nur direkt über AIDA buchen und das auch nur deshalb, weil wenn dann mal etwas schief läuft und sich die Rückankunft im Hafen verspätet, muss das Schiff warten oder die Rederei alle anfallenden Kosten für die Nachreise übernehmen. Da wäre mir dann das Risiko bei einer "freien" Tour einfach zu groß.

Man muss auch nicht auf jeder Insel den berühmten Wasserfall besuchen, sondern bei vielen von uns angelaufenen Inseln gibt es auch in den Hafenstädten sehr viel zu sehen. Die wunderschönen Strände sind auch zu Fuß, mit den Öffentlichen oder mit einem Taxi zu erreichen.

Da haben wir, wenn es denn hoffentlich nochmals zu dieser Kreuzfahrt Wiederholung kommen sollte, noch sehr viel nachzuholen. Auch das wäre für mich ein Grund, diese herrliche Kreuzfahrt auf der AIDA Perla zu wiederholen.


Zum Abschluss sei noch gesagt, dass es natürlich auch nette, freundliche und nicht hochnäsige in weiß gekleidete Mitarbeiter auf dem Schiff gab. Ich habe leider nur wenige von ihnen zu Gesicht bekommen, aber es gab sie Gott sei Dank.

Allen voran möchte ich hier den ersten Mann an Deck unseres Schiffes, Kapitän Tommy Möller hervorheben. Seine angenehme Stimme habe ich bei seiner tägliche Begrüßung mit vielen Erklärungen und Tipps, an jedem Morgen um 7:00 Uhr, über den Aussenbordlautsprecher auf einem der oberen Decks (bis auf einen fiebrigen Erkältungstag) immer wieder genossen. Er hat uns mit seinen Leuten gesund in La Romana an Bord genommen und lässt uns nach 14 Tagen auch an gleicher Stelle wieder gesund von Bord.


Der-erste-Mann-an-Borad Kapitaen-Tommy-Moeller

Vielen Dank Kapitän Tommy Möller!

Würde ich eine solche Kreuzfahrt noch einmal unternehmen?
Kann ich die Karibik Insel Rundfahrt auf der AIDA-PERLA weiterempfehlen?

zwei Mal Ja!
und jeweils zu 100%!

Ich würde dieselbe Tour zu jeder Zeit und ohne auch nur eine einzige Sekunde zu zögern, sehr gerne wiederholen!

AIDA-Perla-bei-Nacht-im-Hafen-von-Curacao


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